(17) Wäscherstufe 1

Die weitgehend entstaubten, ca. 200°C heissen Rauchgase werden in der nachfolgenden Rauchgaswäsche hauptsächlich durch Einspritzen gereinigter Abwässer (8, 9, 17, 18) auf die Sättigungstemperatur von 65-70°C abgekühlt. Die Salze und Reststäube werden dabei an die nebelartig, feinen Wassertröpfchen gebunden, gleichzeitig kondensieren auch grosse Teile der Schwermetalle, insbesondere das kritische Quecksilber und lassen sich so im Wasser gelöst ausscheiden.
Durch die hohen Salzfrachten im wesentlichen Chloride im Abfall und damit auch im Rauchgas wird das Waschwasser extrem sauer (pH-Wert 0,5 - 1,0), so dass auf die richtige Wahl säurebeständiger Materialien (Kunststoffe) genauestens zu achten ist. Die Rauchgaswaschwässer werden nicht nur laufend mit gereinigtem Abwasser ergänzt (durch die Abkühlung der Rauchgase verdampft Wasser), sondern auch solange zirkuliert, bis das Mischwasser mit Salzen aufkonzentriert ist. Dies wird über Leitfähigkeitsmessung laufend überprüft und darüber gesteuert erfolgt die Ausschleusung belasteter Rauchgaswaschwässer zur weiteren Behandlung in die Abwasserbehandlung (19).