(23) Gewebefilter

Im Gewebefilter werden die Rauchgase durch die feinen Gewebe gesaugt und scheiden dabei die Staubpartikel an der Oberfläche ab. Dadurch entsteht eine Staubschicht auf den Gewebeoberflächen (Precoatschicht), die die Additive aus dem Kompaktreaktor (22) enthält. Dadurch werden neben staubförmigen Schadstoffen auch durch den Kalkgehalt sauere Restschadstoffe und durch den Aktivkoks neben Quecksilberrestbelastung organische Schadstoffe, insbesondere Dioxine / Furane weit unter die gesetzlich zulässigen Emissionsgrenzwerte abgesenkt. Durch das Zusetzen der Gewebefilterschläuche (Aufbau der Precoatschicht) baut sich ein erhöhter Druckverlust auf, der verfahrenstechnisch begrenzt ist. Durch Druckluftstösse auf das Innere der Gewebefilterschläuche wird die Precoatschicht abgelöst und fällt als Gewebefilterstaub, der als Rezirkulat genutzt wird, an (22). Danach beginnt der Beladungszyklus der Gewebefilterschläuche aufs Neue.