(13) Abhitzekessel

Die durch die Verbrennung des Abfalls freigesetzte Wärme gelangt über die Rauchgase (Verbrennungsluft (7)) bei mindestens 850°C in einen Kessel, wobei sie auf ca. 250°C abgekühlt werden. Durch Oberflächenwärmeübertragung über die Kesselrohre und -wände wird das im Kessel laufend nach- und zurückgeführte Speisewasser erwärmt und dabei verdampft.
Mit dieser Technik lassen sich bis 80 % des Wärmeinput zu Dampfenergie nutzen, die restlichen 20 % verbleiben hauptsächlich als Restwärme in den Rauchgasen.
Die erzeugte Dampfmenge hängt von den verfahrenstechnisch gewählten Dampfparametern (Druck und Temperatur) ab. Je höher der Druck / Temperatur sind, umso hochwertiger wird die technische Nutzbarkeit der Dampfenergie als Strom (31).
Gleichzeitig steigt bei diesen hohen Dampfparametern, in der Regel überhitzter Dampf, die Korrosionsgefahr in den Kesseln.
Wird eine Kraft-Wärme-Kopplung als Energienutzung für den Dampf (gleichzeitige Strom- und Fernwärmeerzeugung) gewählt, reichen auch niedrigere Dampfparameter z.B. bei Sattdampfbedingungen aus, um einen weit höheren Wirkungsgrad an Energienutzung zu erreichen.
Der in dem Abhitzekessel abgelagerte Kesselstaub wird z.B. durch Russblasen entfernt, fällt in die Trichter des Abhitzekessels, wird dort gesammelt und zur Entsorgung über geschlossenen Transportschnecken in das Staubsilo (10) gefördert.